Mieten-Notstand in Berlin!
Am heutigen 03. Dezember 2025 hat der renommierte Sozialwissenschaftler und Wohnungsmarktexperte Andrej Holm (Humboldt Universität zu Berlin) im Auftrag der Fraktion Die Linke im Abgeordnetenhaus von Berlin ein Gutachten veröffentlicht, in dem er darlegt, dass die Wohnungsmarktsituation mit einer „angespannten Woh-nungsmarktlage“ nicht mehr adäquat beschrieben werden kann. Empirisch legt Andrej Holm dar, dass die Lage am Berliner Wohnungsmarkt als Wohnungsnotlage beschrieben werden muss und legt dafür geeignete Kriterien vor.
Dazu erklärt Dr. Andrej Holm, Wohnungsmarktexperte und Sozialwissenschaftler an der Humboldt-Universität zu Berlin:
„In Berlin haben wir es mit manifesten Defiziten in der sozialen Wohnraumversor-gung zu tun, die über eine angespannte Marktlage weit hinausgehen. Große Teile der Wohnbevölkerung befinden sich bereits heute in einer Situation, die es ihnen nicht erlaubt, sich zu akzeptablen Bedingungen mit angemessenem Wohnraum zu versorgen. Deshalb spreche ich von einer Wohnungsnotlage Berlin, die weiterge-hende Eingriffe des Senats erfordert, wenn eine soziale Wohnversorgung für alle gewährleistet werden soll.“
Dazu erklärt Elif Eralp, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion im Ber-liner Abgeordnetenhaus:
„Das Gutachten zeigt: In Berlin herrscht ein Mieten-Notstand! Der Senat muss end-lich alle Register ziehen, und konsequent gegen dreiste Vermieter vorgehen – auch, wenn Kai Wegner sich bei seinen Spendern damit keine Freunde macht. Wir machen weiter Druck für die Umsetzung des erfolgreichen Volksentscheides Deut-sche Wohnen & Co. Enteignen, einen Mietendeckel bei den Landeseigenen Woh-nungsunternehmen sowie die Einführung eines Sicher-Wohnen-Gesetzes. Jede Wohnung ist ein Zuhause und wir kämpfen weiter für die Mieterinnen und Mieter in unserer Stadt.“
Dazu erklärt Niklas Schenker, Sprecher für Mieten, Bauen und Wohnen der Links-fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus:
„Andrej Holm belegt mit seinem Gutachten eindrücklich, dass wir mittlerweile von einer Wohnungsnotlage sprechen müssen. Das ermöglicht dem Bundesland Berlin auch neue Instrumente einzuführen. Mit unserem Sicher-Wohnen-Gesetz schrei-ben wir für alle großen Vermieter eine Sozialquote für Normalverdiener vor und schaffen damit 17.000 bezahlbare Wohnungen pro Jahr.“
Studie Wohnungsnotstand in Berlin

