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Eralp zum Jahresbericht von Claim: Berlin braucht Regierung, die Antimuslimischen Rassismus konsequent bekämpft

CLAIM hat heute ihren Jahresbericht für 2025 vorgestellt, demnach ist in Berlin die Zahl erfasster antimuslimischer Vorfälle sprunghaft angestiegen. Es wurden 975 Fälle von Diskriminierungen, Beleidigungen, Bedrohungen, Sachbeschädigungen sowie körperlichen Gewalttaten dokumentiert.

 

Dazu erklärt Elif Eralp, Bürgermeisterkandidatin von Die Linke Berlin: 

„Nach dem heute von Claim vorgestellten Bericht ereigneten sich 2025 in Berlin 975 antimuslimische Vorfälle und damit täglich mindestens drei, denn das ist nur das Hellfeld. Menschen werden beleidigt, angegriffen, ausgegrenzt. Auf der Straße, in Schulen, in Behörden. Gerade Frauen mit Kopftuch erleben jeden Tag, dass ihnen gesagt wird: Du gehörst nicht dazu. Das ist keine Frage einer Minderheit. Das ist eine Frage der Demokratie und des Zusammenhalts in unserer Stadt. 

Seit 2022 liegen dem Senat die Empfehlungen der Expert*innenkommission gegen Antimuslimischen Rassismus vor, aber noch immer gibt es keine Landesstrategie, noch immer ist das kopftuchtragende Frauen diskriminierende sogenannte Neutralitätsgesetz nicht abgeschafft, es gibt keine flächendeckenden Schulungen der Behörden zu Antimuslimischen Rassismus und keine langfristige Finanzierung der Beratungs- und Monitoringstrukturen und auch das Landesantidiskriminierungsgesetz wurde nicht gestärkt. Der Regierende Bürgermeister Wegner hat höchstpersönlich verhindert, dass die neue Ansprechperson für Antimuslimischen Rassismus die Schlagkraft und die Ressourcen erhält, die nötig wären, um etwas zu bewirken. Dieser Senat interessiert sich nicht für die Anliegen der muslimischen Communitys, im Gegenteil sie werden immer wieder mit Generalverdachtsargumentationen aus dieser Koalition konfrontiert. 

Berlin braucht endlich eine Regierung, die alle Menschen in unserer Stadt - auch die vielen muslimischen Menschen- vertritt und Antimuslimischen Rassismus konsequent bekämpft.“

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